reflections

Heute

ist mir sehr vieles durch den Kopf gegangen. Stimmt nicht, mir geht immer vieles durch den Kopf aber heute war er zum bersten gefüllt.

Ich war furchtbar entsetzt, als ich eine Absage erteilt bekommen habe, von einer staatlichen Einrichtung, die mir eigentlich bei meinen Problemen hätte helfen sollen. Die Begründung war, ich bin nicht bedürftig genug. Ein Witz. Ich hänge nicht an Schläuchen, werde nicht zwangsernährt, stehe nicht kurz vor dem Suizid... ich habe das so verstanden, dass ich mich wohl dann wieder melden soll, wenn es soweit ist? 

Mit 31 fällt man anscheinend durch soziale Raster. Ich kann versuchen mein Leben neu zu formen, aber bitte nur für mich und ohne Belästigung anderer. 

 

Es ist einfach nur ein Witz.

1 Kommentar 13.6.15 00:00, kommentieren

Hallo,

Man hört und liest vieles über Blogs und das es sie hilfreich sein sollen. Keine Ahnung, wie weit das seine Richtigkeit hat aber ich bekam den Tipp mal ein Tagebuch zu führen. Ein Tagebuch nur für mich selber zu schreiben erscheint mir sehr fade und vielleicht ist es die kleine Rampensau in mir, die sowas lieber in einem Blog unterbringt, wo vielleicht einer mal sich das durchliest oder auch nicht.

Wie auch immer, die Worte werden geschrieben, sie stehen dort und jemand liest  vielleicht. Er ärgert sich über den Inhalt, über die Rechtschreibung, die Grammatik oder auch nicht. Aber es besteht die Möglichkeit.

 

So, was schreibt man in ein Tagebuch? Wie der Tag war? Was einem durch den Kopf ging?

 Na gut, der Tag war für meine Verhältnisse ereignisreich. Ich war draußen, olle, und sogar im Fitnesstudio, doppelolle. Was ist daran so besonderes? Dazu müss man wissen, ich leide unter Diagnosen, die man Bulimie, Depressionen, Borderline und posttraumatische Belastungsstörung nennt. Das volle Programm, was eine 31 jährige Frau aus Deutschland mit türkischen Gastarbeitereltern, die missbraucht worden ist, so mit sich rumtragen kann.

 

Und so vergeht jeder Tag mit einem inneren Kampf. Soll man sich bemitleiden, soll man es nicht. Soll man arbeiten, soll man es nicht. Soll man sich hilfe holen? Der Punkt steht ausser Frage. 

Wenn der Moment für einen gekommen ist, dass die Zukunft in einem dunklen Loch verschwindet, sollte man sich eigentlich schon viel Früher nach Hilfe umgesehen haben.

 

Wie war der Tag sonst so. Ich würde sagen, betäubend. Gegessen, gebrochen, Medikamente geschluckt, gegessen, gebrochen  und vor sich hinlamentiert. Natürlich nicht ohne sich dabei viele Gedanken zu machen. Wie weit ist es so gekommen, denk ich mir und warum?  Keine Ahnung, ist es eben. Und viele sagten zu mir, sich darüber Gedanken zu machen sei Zeitverschwendung. Aber ich denke, dass ist wichtig. Warum sonst bekam ich den Auftrag ein Tagebuch zu führen. Um sich mit dem Vergangenen auseinander zu setzen.

Das wäre es dann mal für den 10ten. Mal sehen, wann der nächste Eintrag folgt und ob.

11.6.15 00:08, kommentieren



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